In-vitro Maturation

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Darunter versteht man das Nachreifen unreifer Eizellen außerhalb des Körpers in Nährlösung. Die Eizellen werden hierzu aus relativ kleinen Eibläschen (Durchmesser 8-12 mm) entnommen. (siehe Abbildung)

ebc19b7c47f5bb16dcac9644ef3c6775 In vitro Maturation f156b61fc4f80de3c43f55071549a700 In vitro Maturation

unreife Eizelle                          reife, befruchtungsfähige Eizelle

Es gibt Unterschiede bezüglich der Indikationsstellung, Vorbereitung der Zyklen (ohne oder mit einer milden Stimulation) und auch bei der Durchführung der In-vitro Maturation. Nach Meinung der meisten Experten soll die Methode bei Patientinnen eingesetzt werden, die ein hohes Risiko für ein massives Überstimulationssyndrom haben. Außerdem zeigen die bisher noch sehr begrenzten Erfahrungen weltweit, dass überwiegend nur junge Frauen von der In-vitro Maturation profitieren.

Die besten internationalen Ergebnisse erreichen (mit strenger Auswahl der Embryonen) eine Einnistungsrate von lediglich 10 %. Unter diesem Aspekt erscheint es nicht gerechtfertigt, die Methode mit einer breiten Indikationsstellung wie z. B. für low-responders (Frauen mit sehr wenigen Eizellen trotz hochdosierter Stimulation) auszuweiten.

Für uns ist daher die In-vitro Maturation nur in Einzelfällen angezeigt, wenn dadurch ein massives Überstimulationssyndrom, oder der überstimulationsbedingte Abbruch der IVF-ICSI Behandlung vermieden werden kann.

Die in vitro Maturation hat sich bis heute weltweit nicht durchgesetzt und spielt allenfalls in seltenen Einzelfällen eine Rolle.

Seite: In-vitro Maturation der ivf Praxis Erlangen