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In-vitro Maturation

Polkörper entstehen im Laufe der Eizellreifung und des Befruchtungsvorgangs. Sie beinhalten Chromosomen (Erbträger), die von der Eizelle abgeschnürt worden sind. Diese Chromosomen können einer genetischen Untersuchung zugeführt werden.
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In-vitro Maturation

 

Darunter versteht man das Nachreifen unreifer Eizellen außerhalb des Körpers in Nährlösung. Die Eizellen werden hierzu aus relativ kleinen Eibläschen (Durchmesser 8-12 mm) entnommen. (siehe Abbildung)


unreife Eizelle
unreife Eizelle

reife, befruchtungsfähige Eizelle
reife, befruchtungsfähige Eizelle

 

  

 

Es gibt Unterschiede bezüglich der Indikationsstellung, Vorbereitung der Zyklen (ohne oder mit einer milden Stimulation) und auch bei der Durchführung der In-vitro Maturation. Nach Meinung der meisten Experten soll die Methode bei Patientinnen eingesetzt werden, die ein hohes Risiko für ein massives Überstimulationssyndrom haben. Außerdem zeigen die bisher noch sehr begrenzten Erfahrungen weltweit, dass überwiegend nur junge Frauen von der In-vitro Maturation profitieren.

Die besten internationalen Ergebnisse erreichen (mit strenger Auswahl der Embryonen) eine Einnistungsrate von lediglich 10 %. Unter diesem Aspekt erscheint es nicht gerechtfertigt, die Methode mit einer breiten Indikationsstellung wie z. B. für low-responders (Frauen mit sehr wenigen Eizellen trotz hochdosierter Stimulation) auszuweiten.

Der in Deutschland vorhandene Kostendruck bei der Behandlung darf unserer Meinung nach nicht dazu verleiten, eine Methode mit niedrigeren Erfolgsaussichten zu favorisieren.

Die In-vitro Maturation ist ohne Zweifel noch in der Phase der klinischen Erprobung; es gibt noch zu wenige Schwangerschaften, Geburten und Nachuntersuchungen der geborenen Kinder. Es darf nicht vergessen werden, dass wesentliche Entwicklungsphasen der unreifen Eizelle in der Kulturschale erfolgen. Damit ist der ganze Befruchtungsprozess deutlich "künstlicher" als bei der herkömmlichen IVF-Befruchtung. Die Diskussion betreffend Imprinting-Defekte (Genaktivierungsprobleme) bei IVF und ICSI zeigen, dass auch nach 25 Jahren IVF neue Aspekte der Methodensicherheit auftauchen können.

Für uns ist daher die In-vitro Maturation nur in Einzelfällen angezeigt, wenn dadurch ein massives Überstimulationssyndrom, oder der überstimulationsbedingte Abbruch der IVF-ICSI Behandlung vermieden werden kann.