Calcium-Ionophor

Calcium hat sowohl bei der Befruchtung als auch bei den nachfolgenden Zellteilungen eine wichtige Rolle inne. Auch nach der Anwendung der ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) kann es vorkommen, dass die Befruchtungsrate der Eizellen sehr niedrig ausfällt oder eine Befruchtung komplett ausbleibt. Bei auffällig niedrigen Befruchtungsergebnissen und Auffälligkeiten in der embryonalen Entwicklung kann ein Mangel von Calcium der Grund sein. So kann entweder die Samenzelle die Eizelle nicht aktivieren oder die Eizelle kann durch mangelndes Calcium die nachfolgenden Teilungen nur unbefriedigend durchführen.

Ein Ansatz zur Lösung der beschriebenen Problematik wäre das künstliche Anreichern von Calcium in der Eizelle unmittelbar nach Befruchtung. Dazu werden Eizellen unmittelbar nach ICSI für 15 Minuten mit einer geeigneten Konzentration des Calcium-Ionophors inkubiert, gewaschen und anschließend in konventionellem Kulturmedium kultiviert. Eine Verbesserung hinsichtlich der Befruchtungsrate bei ICSI und eine Verbesserung der Teilungsraten bzw. Entwicklungsgrad der Embryonen bei indizierten Fällen konnte in einer österreichischen wissenschaftlichen Studie 2014 nachgewiesen werden (Ebner et al. Human Reproduction, Vol.0, No.0 pp. 1–6, 2014).

Ob die Anwendung dieses Mediums im individuellen Fall sinnvoll ist, bespricht Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen.

Kosten:
Das Verfahren des Calcium-Ionophor gehört nicht zum Leistungskatalog der Versicherungen in Deutschland. Sollte die Anwendung dieses Verfahrens gewünscht werden, müssen die Kosten der Behandlung selbst übernommen werden.

 

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