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Fragen & Antworten zum Coronavirus, zu Kinderwunschbehandlung und Schwangerschaft

Häufige Fragen zur Kinderwunschbehandlung und Coronavirus in der GMP Behrens/Hammel

1.Welche Empfehlungen gibt es aktuell zum Thema Impfung und Schwangerschaft?

Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen (Stand Juni 2021) haben gezeigt, dass eine Coronainfektion bei schwangeren Frauen schwerere Verläufe hervorrufen kann im Vergleich zu gleichaltrigen nicht schwangeren Frauen.
Aus diesem Grund empfehlen wir allen unseren Patientinnen (und Partnern), sich so schnell als möglich gegen Corona impfen zu lassen. Die Impfung kann grundsätzlich auch während der Vorbereitung zu einer Kinderwunschbehandlung, auch unter einer Hormon-/Medikamentengabe oder in den 14 Tagen nach dem Eisprung  erfolgen. Eine Unterbrechung der Kinderwunschbehandlung muss also nicht zwingend nach einer Coronaimpfung erfolgen.
Im Einzelfall sprechen Sie sich bitte mit Ihren behandelnden ÄrztInnen in unserer Praxis ab. 
Sollten Sie nach erfolgter Erstimpfung schwanger werden, wird derzeit in den Impfzentren keine Zweitimpfung in der Schwangerschaft durchgeführt, es sei denn, Sie wünschen dies und die Notwendigkeit der Impfung in der Schwangerschaft wird ärztlich bescheinigt.
Die Erfahrungen aus den USA und Frankreich zeigen aber, dass Coronaimpfungen von schwangeren Frauen im zweiten und dritten Schwangerschaftsdrittel für Mutter und Kind unbedenklich sind.
Zu Impfungen in den ersten drei Monaten liegen aktuell noch zu wenige Daten vor, allerdings zeichnet sich ab, dass die Impfung zu diesem Zeitpunkt v.a. mit Messenger-RNA-Impfstoffen (Biontec, Moderna) unbedenklich sein dürfte. 
Auch hier gilt, dass Sie sich impfen lassen dürften, aber ggf. eine ärztliche Bescheinigung vorlegen müssten. 

2.Sollten sich Männer während der Kinderwunschbehandlung gegen Corona impfen lassen?

In jedem Fall sollte sich auch der Partner sobald als möglich gegen Corona impfen lassen, die Impfung beeinträchtigt die Zeugungsfähigkeit oder den Ausgang einer Kinderwunschbehandlung nicht.

3.Welche Maßnahmen hat die Praxis getroffen, damit für mich ein möglichst geringes Ansteckungsrisiko für das Coronavirus besteht?

-Selbstverständlich haben wir alle desinfizierenden Maßnahmen noch weiter verstärkt und führen in allen Bereichen und an den Türgriffen noch häufiger Oberflächendesinfektion durch als sonst. 

-Wir haben die Stühle in den Wartebereichen reduziert und einen größeren Abstand (1,5-2m) zwischen den Wartenden geschaffen. Darüber hinaus setzen wir organisatorisch alles daran, dass Sie möglichst nur kurze Zeit in unserer Praxis im Kontakt mit anderen verbringen.

-Begleitpersonen lassen wir seit 1.6.21 wieder an allen Terminen in die Praxis teilnehmen, bitten diese aber weiterhin im Freien auf der Dachterrasse oder im überdachten Mittelgeschoss der Bogenpassage (bei Regen) die kurze Wartezeit bis zu Ihrem Termin zu überbrücken.

-Symptomfreie Mitarbeiter, die sich zuletzt in einem Risikogebiet aufgehalten haben, arbeiten 14 Tage mit Mundschutz.

4.Kann ich mit meiner Behandlung beginnen oder muss ich damit rechnen, dass die Praxis bald geschlossen wird? 

-Derzeit liegen uns keinerlei Informationen vor, dass es von Seiten der Behörden geplant ist, medizinische Einrichtungen oder Praxen wie unsere auch nur vorrübergehend zu schließen.  Wir sind darauf eingerichtet und tun alles dafür, Ihre Behandlungen weiterhin unter den vorgegebenen erhöhten Sicherheitsmaßnahmen durchführen zu können.

5.Welche Risiken bestehen für mich oder mein Kind, wenn ich jetzt durch eine Behandlung schwanger werde und mich dann mit dem Coronavirus infiziere? 

Erwerb der Infektion: 

Aktuell gibt es keine Daten zur Empfänglichkeit für eine SARS-CoV-2-Infektion bei Schwangeren. Aufgrund der physiologischen Anpassung und immunologischen Änderungen während der Schwangerschaft kann eine erhöhte Empfänglichkeit für Infektionen durch SARS-CoV-2 nicht ausgeschlossen werden.

Schwere des Krankheitsverlaufs bei Schwangeren: 

Es gibt bisher nur wenige Studien, in denen Schwangere mit COVID-19 untersucht wurden. Diese vorliegenden Studien sowie die Ergebnisse des Berichts der „WHO-China Joint Mission on Coronavirus Disease 2019“ (WHO. Report of the WHO-China Joint Mission on Coronavirus Disease 2019 (COVID-19). Report. World Health Organization (WHO); 2020 16-24.02.2020) geben keinen Hinweis für einen schwereren Verlauf von COVID-19 bei Schwangeren im Vergleich zu nicht-schwangeren Personen. Möglicherweise kann ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf erst in bevölkerungsbasierten Untersuchungen verlässlich untersucht werden. Für weitere Informationen, u.a. zu COVID-19 in der Schwangerschaft, siehe die FAQ des RKI

Ungeborene Kinder: Es gibt bisher nur sehr wenige Daten zu dieser Fragestellung, insbesondere keine Langzeitdaten, daher können zu dieser Fragestellung keine validen Aussagen gemacht werden. Grundsätzlich kann hohes Fieber während des ersten Trimenons der Schwangerschaft das Risiko von Komplikationen und Fehlbildungen erhöhen. Allerdings sind die Verläufe der Infektion in der Altersgruppe der 20-45 jährigen Frauen oft eher milder sowie symptomarm und gehen selten mit hohem Fieber einher.

Quelle: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText2 

6.Soll ich meine Kinderwunschbehandlung jetzt wegen Corona lieber unterbrechen oder weitermachen?   

Diese Frage können Sie sich nur selbst beantworten. Wir sind nach wie vor mit unserem Team für Sie da! Sollte es Ihnen möglich sein, unsere Praxis mit dem eigenen Auto ohne viele Kontakte zu erreichen, dann können Sie Ihre Behandlung jetzt weiterzuführen. 

Sollten Sie trotz der von uns eingeleiteten Maßnahmen zum Infektionsschutz unsicher sein oder nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen können oder über eine Immunschwäche verfügen, dann verschieben Sie Ihre Behandlung, bis die Situation sich wieder entschärft hat.

Seite: Fragen & Antworten zum Coronavirus, zu Kinderwunschbehandlung und Schwangerschaft der ivf Praxis Erlangen